Eisbahn (Schöfelbahn)

 

 

Bereits früh regten Mitglieder des Heimatkundlichen Arbeitskreises die Schaffung einer Eisbahn in unseren Ortschaften an. Grund dafür war in erster Linie das späte Zufrieren des Kolkes und der Gräben im Weenermoorer Hammrich (siehe Kapitel „Der Hammrich“). Doch auch die Sicherheit der Kinder war im Gespräch. Die künftige Eisbahn sollte nach dem Vorbild der Schöfelbahnen in anderen Ortschaften angelegt und nur im Winter überflutet werden. Während der Frühlings-, Sommer- und Herbstmonate sollte die Bahn als landwirtschaftliches Grundstück genutzt werden.

 

Die Schöfelbahn an der Weenermoorer Straße

 

Nachdem 1997 ein passendes Grundstück gefunden wurde, konnte mit der Schaffung der Eisbahn an der Weenermoorer Straße begonnen werden. Bei der Planung mußten jedoch viele Auflagen erfüllt werden. Es wurden kleine Erdwälle aufgeschüttet und das Land mit Walzen "wasserdicht" gemacht.

 

Aufgrund der späten Frostperiode konnte die Eisbahn erst am 02. Februar 1998 eingeweiht werden. Etwa 30 Kinder und Erwachsene waren auf dem Eis. Leider waren die Minustemperaturen im folgenden Winter nicht ausreichend, um die Eisbahn zufrieren zu lassen.

Anfang 2000 war die Eisbahn wieder ein voller Erfolg. Zur Spitzenzeit konnten 60 Kinder und Erwachsene auf dem Eis gezählt werden. Die Eisbahn wurde ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen und hat einen kleinen wasserundurchlässigen Wall zur Straße hin erhalten.

 

Im Winter 2000 war es um die Eisbahn schlecht bestellt. Der regenreiche Sommer ließ das Grundstück versumpfen und Mähen war aufgrund des Regens lange nicht möglich - danach war alles verschneit. Außerdem verlor das Gelände stetig Wasser. Spätere Untersuchungen ergaben die Erkenntnis, daß daran Bisams schuld sind.

 

Der Eisbahn-Umbau 2002

Von links: Friedhelm Sanders, Helmut Sanders, Reinhard Sanders, Klasinus Kühlers,
Jan-Hinrich Sanders
, Jan Frey

 

Georg Klinkenborg und Klasinus Kühlers

 

Anfang 2002 wurde das Grundstück der Eisbahn ausgebessert und neu hergerichtet. Erneut stellte sich eine starke Schädigung durch Bisambefall heraus. Im Lauf des Sommers wurden die Tiere zwar gefangen, doch für einen Einsatz der Eisbahn im Winter war es bereits zu spät. Mehrere ehrenamtliche Helfer erneuerten die Begrenzungswälle und überzogen sie mit einer wasserdichten Gummifolie, die dem Verein von Herrn Martin Kolthoff, Bunde, geschenkt worden war.

 

In jedem Herbst wird die Eisbahn an der Weenermoorer Straße vorbereitet. Die Fläche wird verdichtet und gemäht, danach wird sie mit Wasser aus dem Dwarsdeep vollgepumpt. Falls die Bahn fest genug gefroren ist, trifft sich hier Alt und Jung.

 

Nachdem der Arbeitskreis zunächst vergeblich nach einer Pumpe oder einer kostengünstigen Alternative gesucht hatte, entschloß man sich – auch wegen des Zeitdruckes durch die Witterung – Lohnunternehmer mit dem Vollpumpen der Fläche zu beauftragen. Dieses klappte anfangs auch ganz gut, war aber auf die Dauer zu teuer und gerade in den Jahren mit ungünstiger Wetterlage blieb der Erfolg aus.

 

Seit 2003 wird die Fläche von Herrn Jan-Hinrich Sanders vollgepumpt. Dem Verein wird hierzu leihweise die Pumpe von Herrn Harald van Lessen, Bunderhee, zur Verfügung gestellt.

 

Einweihung der Eisbahn

Von links: Stefanie Jans, unbekannt, Timo Abbas, unbekannt, Uwe Frikke, Martin Sanders,

Sonja Elzen, Sara Elzen, Dietmar Abbas, unbekannt, Agnes Abbas, Fokko Boerma?, Heiko Abbas.

 

Am 15. August 2005 begannen die Bauarbeiten am zweiten Abschnitt zur Erneuerung der Kreisstraße 35 an der Weenermoorer Straße, nachdem der erste Teil mit der Fertigstellung der neuen Straße „Zur Mühle“ im Juli beendet worden war. Im Zuge der Arbeiten wurde auch der 2002 errichtete neue Wall zur Straße wieder abgetragen, um dem Bau des Fahrradweges Platz zu machen.  Der Wall wurde provisorisch wieder aufgeschüttet und trotz der Baumaßnahmen konnten im Winter 2005/2006 wieder zahlreiche Gäste auf der Eisbahn ihre Eislaufkünste ausprobieren.

  

Winterspaß auf dem Eis

 

 

Die Eisbahn im Dezember 2000

 

 

Eislaufvergnügen zwischen dem 23. und 29.01.2006

Im Vordergrund der neu aufgeschüttete Wall und der Fahrradweg

 

Im November und Dezember 2008 kam es im Rheiderland zu einer längeren Frostperiode. Die Eisbahn wurde rechtzeitig von Herrn Jan-Hinrich Sanders und Herrn Klasinus Kühlers vorbereitet und geflutet. Über mehrere Wochen hinweg nutzten zahlreiche Besucher unser Angebot. Auch die hartnäckigsten Zweifler holten wieder ihre Schlittschuhe hervor und versuchten sich wieder im Eislaufen.

Nach ein paar wärmeren Tagen im Januar 2009 verlor die Eisbahn Wasser. Es wurden kleinere Schäden an den Wällen behoben und die Eisbahn erneut geflutet. Leider war die geschlossene Frostperiode fast vorüber und die Bahn konnte nur noch kurz genutzt werden.

 

Nach Gesprächen mit der Stadt Weener sagte man uns zu, im Lauf des Jahres 2009 die Unebenheiten in der Eisbahnfläche zu begradigen. Dies wurde jedoch nicht umgesetzt. Im Dezember begann die Frostperiode mit viel Schnee. Leider konnte die Eisbahn nicht wie vorgesehen zum Eislaufen benutzt werden, doch das ließ viele Besucher nicht davon abhalten dort mit Schlitten zu fahren oder Schneemänner zu bauen.

 

Im schneereichen Winter 2009/2010

 

Nach einem trockenen November und einem verregneten Dezember 2011 folgte ein kühler Jahreswechsel. Mitte Januar 2012 sanken die Temperaturen durch den zunehmenden Ostwind und unsere Eisbahn fror langsam zu. Ende Januar war sie bereits fest genug, um erste Besucher zu tragen. In der ersten Februarwoche sanken die Temperaturen bei klarem Wetter erneut unter -12°C. Unsere Eisfläche wurde dann an den Nachmittagen gut besucht. Am Sonntagnachmittag, dem 05.02.2012 wurden über 100 Besucher gezählt.

 

Februar 2012 Februar 2012
   
Februar 2012 Februar 2012